Sehr schwungvoller Herbstauftakt in Lienz (Osttirol) bei der Zuchtviehversteigerung am 2. September 2025.
Aufgrund der letzten Ferienwoche und des durchwachsenen Wetters war die RGO|Arena vollgefüllt – die Vorzeichen für eine erfolgreiche Versteigerung standen bereits im Vorfeld sehr positiv.
Bereits in der Woche zuvor war der Start in Rotholz und Maishofen sehr vielversprechend. Obmann Hansl Prast konnte somit bei der Eröffnung eine vollzählige Händlerschaft sowie zahlreiche bäuerliche Kaufinteressenten begrüßen.
Auftakt des Herbstvieh-Absatzes in der RGO|Arena in Lienz
Im Rahmen der ersten Herbst-Versteigerung gratulierte die RGO|Rinderzucht Obmann ÖR Kaspar Ehammer zu seinem 70. Geburtstag und bedankte sich für seinen jahrzehntelangen Einsatz und die freundschaftliche Zusammenarbeit
v.l.: Ing. Ernst Lagger (Geschäftsführer CaRINDthia ZVB), Hansl Prast (Obmann RGO|Rinderzucht), ÖR Kaspar Ehammer, Franz Klocker (Obmann RGO), Christoph Peintner (Geschäftsführer RGO|Rinderzucht)
Die RGO|Rinderzucht nutzte den Rahmen der Versteigerung, um dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Tiroler Rinderzuchtverbandes, ÖR Kaspar Ehammer, zum 70. Geburtstag zu gratulieren und sich für die langjährige, freundschaftliche Zusammenarbeit zu bedanken.
Bei den Jungkühen war das Angebot nicht besonders groß, aber sehr interessant. Die durchschnittliche Milchmenge lag bei 28,2 Kilogramm Milch und damit, wie für den Herbst üblich, leicht unter Niveau der Frühjahrs-Versteigerungen.
Bei der Abstammung der Jungkühe fanden sich auf der Vaterseite durchwegs genomische Jungvererber, die gezielt in Osttirol eingesetzt wurden. Von vier Vererbern, deren Töchter im Ring präsentiert wurden und mittlerweile nachkommengeprüft sind, konnten alle sowohl im Exterieur als auch in der Leistung überzeugen. Diese Stiere werden im neuen Samenprogramm wieder zum Einsatz kommen. Der Durchschnittspreis für die 43 verkauften Jungkühe betrug 3.158,- Euro netto.
Die trächtigen Kalbinnen wurden alle im Ring verkauft. Gerade in dieser Kategorie zeigt sich alljährlich, wie der Almsommer verlaufen ist, da die Tiere zur ersten September-Versteigerung direkt von der Alm kommen. Heuer präsentierten sich die Kalbinnen im Schnitt etwas roher als in den vergangenen beiden Jahren. Grund dafür dürfte das teilweise zu kalte Wetter im Juli auf den Hochalmen über 2.200 Meter Seehöhe gewesen sein.
Trotzdem war das Exterieur sowie die Abstammung der angebotenen Tiere von hervorragender Qualität, was sich auch im Durchschnittspreis von 2.841,- Euro netto widerspiegelte.
Der Zuchtviehmarkt insgesamt profitiert derzeit von den hohen Preisen am Viehmarkt und einem stabilen Milchmarkt. Die Nachfrage wird aktuell als nachhaltig eingeschätzt und lässt auf einen guten Absatz im Herbst hoffen.
Bezüglich der Verkaufsrichtung wurden 28 Prozent der Tiere von heimischen Bauern aus Tirol, Salzburg und Kärnten gekauft. Der Rest ging nach Südtirol und Italien.
Preisstatistik Fleckvieh
Preise netto in Euro, in Klammer die Anzahl der verkauften Tiere






