Die aktuelle weltpolitische Lage und Verunsicherung durch die Kriege hat auch ihre Auswirkungen auf die Zuchtrindervermarktung. Steigende Transportkosten führen zu einem Preisdruck. Die Preisrückgänge bei der Zuchtrinderversteigerung am 9. April in Ried (Oberösterreich) hielten sich aber in Grenzen. Der Durchschnittspreis bei den Jungkühen ist sogar angestiegen. Dass die Landwirte die Preissituation realistisch einschätzen, beweist die Tatsache, dass von den 248 angebotenen Tieren nur ein Tier nicht verkauft wurde.
Die angebotenen Jungstiere wiesen alle sehr hohe genomische Zuchtwerte auf und konnten für den Natursprung verkauft werden.
Die angebotenen Jungkühe waren von unterschiedlicher Qualität. Der Durchschnittspreis ist im Vergleich zur letzten Versteigerung auf 2.887 Euro angestiegen. Den Höchstpreis erzielte eine formschöne Tochter des Stieres HEKTAR P*S, vom Betrieb Priewasser aus St. Johann am Walde.
Sehr groß war das Angebot bei den trächtigen Kalbinnen. 225 Tiere wurden verkauft. Die Qualitätsunterschiede waren größer als zuletzt. Preisabschläge mussten vor allem Kalbinnen unter 600 Kilogramm in Kauf nehmen. Der Durchschnittspreis betrug 2.840 Euro. 87 Kalbinnen erzielten einen Preis von mehr als 3.000 Euro.
Vom Betrieb Schmidseder, Enzenkirchen, wurde ein genetisch hornloser WIEDERWIND P*S-Sohn für den Natursprung um 4.450 Euro verkauft.
Preisstatistik Fleckvieh
Preise netto in Euro





