Die Zuchtrinderversteigerung im Rinderzuchtzentrum Traboch (Steiermark) am 6. August 2026 war mit über 200 verkauften Tieren gut beschickt und bot eine gute Auswahl an Qualitätstieren aller Rassen und Kategorien.
Unter dem Eindruck der Dürre und des daraus resultierenden Futtermangels blickte man mit großen Sorgenfalten auf die Zuchtrinderversteigerung. Auf einem doch deutlich niedrigeren Preisniveau war die Markträumung gegeben, bei den Tieren in Milch verlief der Absatz sogar lebhaft. Obmann ÖR Matthias Bischof konnte eine mittlere Anzahl privater Käufer bei der Versteigerung begrüßen. Neben Kunden aus Kroatien und Händlern aus Italien waren mehrere lokale Viehhändler anwesend, um sich insbesondere im Bereich der Jungkalbinnen mit Einstellware zu versorgen.
Die Versteigerung im Bereich der Kuhkälber startete etwas zögerlich. Die leichteren Kälber waren etwas zurückhaltender nachgefragt, sodass einige Tiere zu den gebotenen Preisen nicht abgegeben wurden. Mit steigenden Gewichten zog auch die Preisbildung an und damit die Verkaufsquote.
Das große Angebot an Jungkalbinnen von rund 100 Stück konnte mithilfe der privaten Nachfrage und des Viehhandels durchaus zufriedenstellend abgesetzt werden. In Abhängigkeit von der körperlichen Entwicklung war eine nachvollziehbare, aber doch recht deutliche Preisdifferenzierung wahrnehmbar.
Überraschend positiv verlief der Absatz der Jungkühe. Ankäufe nach Kroatien stabilisierten den Markt nachhaltig. Erfreulich war, dass die privaten Käufer die Spitzenqualitäten dieser Versteigerung mit Geboten von über 3.000 Euro netto honorierten.
Die private Nachfrage nach trächtigen Kalbinnen war sehr gering. Ankäufe in das EU-Ausland sorgten bei mittlerer Preisbildung dennoch für eine Markträumung.
Preisstatistik Fleckvieh
Preise netto in Euro







