Die Zuchtrinderversteigerung im Rinderzuchtzentrum Traboch (Steiermark) am 29. April 2026 war mit 241 verkauften Tieren gut beschickt und bot eine gute Auswahl an Qualitätstieren aller Rassen und Kategorien. Das aktuelle Umfeld in der Milchproduktion ist gekennzeichnet von großen Herausforderungen. In Anbetracht dieser Tatsachen, kann man mit dem Versteigerungsverlauf sehr zufrieden sein. Obmann Matthias Bischof konnte eine mittlere Anzahl privater Käufer bei der Versteigerung begrüßen. Größerer Ankäufe von Kunden aus Kroatien und Italien trugen wesentlich zur Preisbildung und Markträumung bei.
Etwas überraschend war die Nachfrage nach den Kuhkälbern sehr stark. Jungviehaufzuchtbetriebe und die Nachfrage seitens der Firmenkunden räumten das Angebot sehr flott. Vor allem die schwereren Kuhkälber waren sehr begehrt. Ein genetischer Leckerbissen war ein genomisch hoch typisiertes GS ITALO-Kalb, welches von einem Kärntner Züchter angekauft wurde.
Im Bereich der Jungkalbinnen sorgten größere Ankäufe seitens der Fa. Schalk, Fa. Grandits, Fa. Reinprecht und Fa. Kreuter für einen flotten Marktverlauf. Mit steigenden Gewichten wurden auch die Preisspitzen, mit Hilfe der privaten Nachfrage, in dieser Kategorie erreicht.
Bei allen Zuchtrinderversteigerungen im Jahr 2026 pendelte sich der Durchschnittspreis für die Jungkühe bei knapp über 3.000 Euro netto ein. Diese Tatsache ist beim aktuellen Umfeld am Milchmarkt sehr erfreulich, ist jedoch für die Jungkuhproduzenten absolut notwendig. Insgesamt war die Qualität der angebotenen Tiere etwas unterschiedlich, sodass sich eine etwas größere Preisspanne als gewohnt ergabt.
Eine etwas größere Anzahl an trächtigen Kalbinnen wurde bei dieser Versteigerung angeboten. Exporte ins Drittland, Ankäufe fürs EU-Ausland bzw. fürs Inland sorgten für eine Markträumung zu zufriedenstellenden Preisen. Die körperliche Entwicklung war maßgebend für die Preisbildung verantwortlich.
Preisstatistik Fleckvieh
Preise netto in Euro







