Bestes Grundfutter ist die Basis für eine wirtschaftliche Milchproduktion. Doch Wiesen müssen zunehmend mit Wetterextremen wie Nässe und Dürre zurechtkommen. Wenn nicht beeinflussbare Faktoren immer herausfordernder werden, liegt es an den Bewirtschaftern, an jenen Rädchen zu drehen, die sie selbst steuern können.
Der bayerische Berater und Grünland-Profi Hans Koch (Landwirtschaftliches Agraringenieurbüro für Bodensystemleistungen Koch) fordert dazu auf, Flächen mit „K.I.” zu beurteilen. Gemeint ist damit die „Kuh-Intelligenz“. Die Präferenzen der Kühe auf der Weide und am Futtertisch sollten genau beobachtet werden.
Schmackhafte Futterpflanzen fördern und unbeliebte Arten zurückdrängen – so wird die Futterfläche optimal genutzt
Was die Kuh auf der Weide nicht frisst oder am Futtertisch wegschiebt, nimmt auf der Fläche wertvollen Platz weg, der besser genutzt werden könnte. Ein klassisches Beispiel dafür ist die Gemeine Rispe: Auf der Weide wird sie gemieden oder ausgerupft, am Futtertisch ausselektiert.
Gesunder Boden, gesunder Bestand
Das Ziel sollte daher sein, jene Arten im Bestand zu fördern, die der Kuh schmecken – durch Nachsaat zum passenden Zeitpunkt ebenso wie durch das aktive Beseitigen unerwünschter Arten und das Schließen von Lücken.
(Auszug aus dem Artikel „K:I: für das Grünland“ von Johanna Mandl, Milchreferat LK Niederösterreich; Fleckvieh Austria Magazin 5/26)





