Mit Kontinuität und Konsequenz erstmals ganz oben

Fleckviehzüchter des Jahres 2025

Seit mittlerweile 22 Jahren veranstaltet Fleckvieh Austria den Wettbewerb „Fleckvieh-Züchter des Jahres“, der in der österreichischen Züchterszene einen besonders hohen emotionalen Stellenwert genießt. Um vorne mit dabei zu sein, bedarf es außergewöhnlicher züchterischer Leistungen. Gleichzeitig sind Fitness- und Managementparameter auf hohem Niveau in der Herde gefragt.

Wer ist im Bewerb dabei?

In die Auswertung werden alle österreichischen Fleckvieh-Zuchtbetriebe aufgenommen, die folgende Mindestkriterien erfüllen: Fleckvieh wird als Hauptrasse gehalten und mindestens ein erstmals eingesetzter Jungstier (mit mindestens 30 Besamungen) oder ein nachkommengeprüfter Stier (mit mindestens 200 Besamungen) beziehungsweise ein genotypisierter männlicher Kandidat (GZW ≥ 132 und Fu+Eu ≥ 205) wurde gezüchtet. Diese Kriterien erfüllten heuer 289 Betriebe, verteilt über nahezu alle Zuchtgebiete in Österreich.

Spannende Entscheidung mit Premierensieger

Der begehrte Titel „Fleckvieh-Züchter des Jahres“ ging erstmals nach Wenigzell in die Oststeiermark an die Züchterfamilie Tanja und Thomas Sommersguter. Nach mehreren Top-Ten-Platzierungen, verteilt über zwei Jahrzehnte, gelang der engagierten Züchterfamilie erstmals der Sprung ganz an die Spitze. Grundlage für diesen Erfolg waren vier eingestellte genomische Jungvererber auf Top-Niveau, wobei zwei davon auch in der Gezielten Paarung stark eingesetzt wurden. Gemeinsam mit vier weiteren interessanten Kandidaten brachte dies die höchste Punkteanzahl aller Betriebe in der Rubrik „Zucht“.
Wie im Vorjahr gestaltete sich das Rennen um die Stockerlplätze eng. Rang 2 belegte ein Newcomer in der Riege der österreichischen Top-Züchter: Die Familie Alexandra und Christoph Waldenberger aus Weibern im Zuchtgebiet des FIH stellte die meisten eingestellten genomischen Jungvererber aller Betriebe in der Auswertung. Auch Rang 3 ging mit Familie Martin Zauner aus Münzkirchen an einen Betrieb aus dem FIH. Vier eingestellte genomische Jungvererber sowie 15 männliche und weibliche Kandidaten sorgten für eine hohe Punkteausbeute in der Rubrik „Zucht“. Bemerkenswert ist zudem der hohe Anteil an Lebensleistungskühen in der Herde.
Auf Rang 4 platzierte sich mit Familie Karin Schmidseder aus Enzenkirchen ein weiterer FIH-Mitgliedsbetrieb. Beeindruckende 19 männliche und weibliche Kandidaten brachten viele Punkte. Die Herde zählt seit Jahren zu den topgereihten Herden im GZW-Niveau der Kühe. Rang 5 belegte mit Familie Bernhard Fischer ein weiterer aufstrebender FIH-Zuchtbetrieb, der sowohl in der Rubrik „Zucht“ mit vier eingestellten genomischen Jungvererbern als auch im Bereich „Fitness“ stark punkten konnte.
Unter den weiteren Betrieben in den Top 10 finden sich neben bewährten Namen der Fleckviehzucht erfreulicherweise auch neue, engagierte Züchterfamilien aus unterschiedlichen Regionen Österreichs.

Auffallende Herden unter den Top 100

Die meisten genomischen Jungvererber für den Besamungseinsatz stellten die Betriebe Waldenberger Alexandra und Christoph (FIH), Sommersguter Tanja und Thomas (RSTM), Zauner Martin (FIH) und Fischer Bernhard (FIH). Bei den töchtergeprüften Stieren verbuchten die Betriebe Gaugl Josef (RSTM) und Fröschl Elisabeth und Franz (RZO) die meisten Punkte.
Die Zucht genetisch hochwertiger männlicher und weiblicher Kandidaten bringt ebenfalls wertvolle Punkte für die Auswertung. Die meisten männlichen Kandidaten stellten die Betriebe Steinmann Renate und Johann (FIH), Schmidseder Karin (FIH) und Schafferhofer Daniela und Josef (RSTM). Bei den weiblichen Tieren lagen die Betriebe Schweighofer Corina und Hannes (RSTM), Binder Andrea und Josef (NÖGENETIK) und Schmidseder Karin (FIH) vorne.
Die höchsten durchschnittlichen GZW-Werte in der Herde erzielten die Betriebe Gruber Josef/Andreas (RZT), Schmidseder Karin (FIH) und Steinmann Renate und Johann (FIH).
Im „Fitnessblock“ sicherten sich die Betriebe Luschnig Erna Maria und Norbert (RSTM), Schweighofer Corina und Hannes (RSTM) und Mitterlehner Martin (RZO) die meisten Punkte. Besonders hohe Anteile an Lebensleistungskühen wiesen die Herden von Heindl Andrea und Bernhard (NÖGENETIK), Sulzbacher Daniel (NÖGENETIK) und Bauer Johannes (RSTM) auf.
Fleckvieh Austria gratuliert allen Betrieben, die es heuer in die Auswertung zum „Fleckviehzüchter des Jahres“ geschafft haben, zur konsequenten und erfolgreichen Umsetzung ihres züchterischen Weges.

Kurzreportagen zu den einzelnen Betrieben finden Sie hier: Fleckviehzüchter des Jahres 2025 – Top 10

Eine ausführliche Reportage des Betriebes Sommersguter finden Sie hier: 1. Platz

Autor: Ing. Reinhard Pfleger, Fleckvieh Austria

weitere interessante News