Fleckviehzüchter des Jahres 2023

Die Top-Ten des Bewerbes

1. Platz: Familie Fürst, Lasberg, RZO

 

Ein gutes Miteinander herrscht bei den drei Generationen der Familie Fürst

Der Fleckviehzuchtbetrieb Fürst, vulgo „Weiss auf der Wies“, liegt in der Gemeinde Lasberg im Bezirk Freistadt im Mühlviertel. Den Titel „Fleckviehzüchter des Jahres“ konnte die Familie Fürst heuer ganz knapp mit drei Punkten Vorsprung für sich entscheiden. Das zeigt, welche Dichte bei den besten Züchtern Österreichs herrscht. Der Betrieb Fürst ist der erste in Österreich, der diesen Titel schon vier Mal für sich erringen konnte.
Die Fleckviehzucht wird seit Jahrzehnten und Generationen mit Fachwissen, viel Engagement und großer Freude betrieben. Das Vertrauen in die genomische Zuchtwertschätzung war von Beginn an groß, seit circa sieben Jahren werden alle männlichen und weiblichen Tiere genomisch untersucht.

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2. Platz: Familie Hörmandinger, Peuerbach, FIH

 

Züchter des Jahres 2023, Platz 2: Fam. Hörmandinger

Der Betrieb Hörmandinger in Peuerbach ist ein Familienbetrieb, welcher auf mehreren Standbeinen steht. Die Fleckviehzucht wird bereits seit Generationen verfolgt. Alexander Hörmandinger hat erst vor kurzem den Betrieb von seinen Eltern übernommen. Die züchterischen Entscheidungen hat ihm sein Vater aber bereits in sehr jungen Jahren überlassen. Über den zweiten Platz bei der Auswertung zum Züchter des Jahres freut sich die gesamte Familie. Auch wenn die Zucht durch das Engagement und züchterische Gespür von Alex in den letzten Jahren an Intensität gewonnen hat, ist der Erfolg doch das Ergebnis jahrzehntelanger Zuchtarbeit. Mit MEGASTAR Pp*, MONORON, WHISTLER und EXCALIBUR gingen vier genomische Jungvererber in die Auswertung ein. Vor allem MEGASTAR Pp* beeinflusst die internationale Fleckviehzucht ganz entscheidend. Mit GS MACH MIT Pp* drängt bereits der nächste höchst interessante Jungstier aus der F-Familie nach.

3. Platz: Hubert und DI Katharina Schrems, Mettmach, FIH

 

Erneut Dritter wurden Hubert und Katharina Schrems. Stiere aus dieser Zuchtstätte sind seit mehreren Jahren „Fixstarter“ bei den Besamungsstationen in Österreich, Deutschland, Tschechien und Italien. Einen Überblick über die hervorragende Herde, welche auf mehrere Kuhfamilien aufgebaut ist, erhielten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der letzten EUROgenetik-Stiermuttertour. Bei der OÖ-Zuchtrinderausstellung im Rahmen der Rieder Messe wurde die H-Familie erfolgreich präsentiert. Von HANNERL, V: Sehrgut, stehen die Söhne GS HAMOR und INN Pp* bei Genostar bzw. in Hohenzell im Stall. Mit IMAGINE Pp* wurde erst vor kurzem der beste INGMAR-Sohn von HANNERL in Hohenzell eingestellt. Aus der R-Familie wird der genetisch reinerbig hornlose MALEK PP* von der RBW eingesetzt. Samen von HUML ist bei der Station Jihocesky chovatel in Tschechien verfügbar. Zu nennen ist noch HAKIMI P*S von der S-Familie, den sich die Besamungsstation Greifenberg sicherte.

4. Platz: Familie Stückler, Prebl, caRI

 

Auch in diesem Jahr überzeugte die Familie Stückler aus dem oberen Lavanttal in Kärnten mit ihrer Fleckvieh-Zucht. Nach dem 7. Platz im letzten Jahr konnte die Züchterfamilie auch dieses Jahr wieder einen Platz unter den Top 5 in der Top-Liste der Fleckviehzüchter Österreichs erreichen. Durch ihre beiden Jungstiere GS WILD BOY und EXPORT zeichnete sich die Familie Stückler im vergangen Jahr aus. Starke 19 Kandidaten brachten dem Betrieb außerdem die Punkte fürs Ranking. Mit einem Herden-GZW von 117,9 zählt dieser Betrieb zu den besten Österreichs. Die Herde zeichnet sich durch ihre starken Fitnesswerte, Milchleistung und dem top Exterieur aus. Ein wesentlicher Bestandteil seiner Kuhherde ist sicherlich die Z-Linie, die aktuell aus 24 Kühen besteht. Durch einen 100-prozentigen Einsatz von Jungstieren ist der Betrieb stets bemüht, mit der neuesten Genetik zu punkten. Auch der Embryotransfer ist ein fixer Punkt am Betrieb.

5. Platz: Familie Steiner, Hernstein, NOEGEN

 

Züchter des Jahres 2023, Platz 5: Familie Steiner

Der Familienbetrieb Milchhof Steiner aus Neusiedl bei Hernstein gilt als einer der Pioniere punkto Hornlos-Zucht in NÖ. Hornlosigkeit ist schon über Jahrzehnte ein wichtiges Merkmal für den 145-Kuh-Betrieb, den die Brüder Martin und Hannes gemeinsam führen. Mittlerweile ist gut ein Drittel der Herde genetisch hornlos. War der Weg am Anfang noch steinig und mit Rückschritten verbunden, stellen sich mittlerweile die züchterischen Erfolge ein. Die HERZPOCHEN-Tochter LEISTE Pp, die auch das Hornlosgen trägt, hat mit ihren Nachkommen hierzu einen großen Anteil. GS EDMUND Pp (V: Easy) wurde als erster von drei Söhnen angekauft. GS WLAN PP (V: Waalkes Pp) und GS EBERHARD (V: Easy) folgten ihm. Aktuell macht der hornlose WINTERTRAUM-Sohn GS WINTODAY Pp mit Fitness und Exterieur auf sich aufmerksam. Familie Steiner nutzt die Möglichkeit des Embryotransfers, um die Hornloszucht am Betrieb voranzutreiben und auch in Zukunft züchterisch erfolgreich zu sein.

6. Platz: Familie Fischer, Peuerbach, FIH

 

Züchter des Jahres 2023, Platz 6: Familie Fischer

Erstmals unter den ersten 10 ist der Betrieb von Familie Fischer aus Peuerbach. Auf diesem Betrieb steht eine der leistungsstärksten Herden des FIH. Für die züchterische Entwicklung am Betrieb ist Bernhard verantwortlich. Bernhard ist begeisterter Fleckviehzüchter und nimmt auch selbst sehr gern mit seinen Kühen an Ausstellungen teil. Den Betrieb hat Bernhard erst vor kurzem von seinen Eltern, die noch tatkräftig mithelfen, übernommen. In den letzten Jahren wurde das Engagement und die Investitionen in die Zucht immer öfter belohnt. Alle drei in die Auswertung eingegangenen Zuchtstiere sind bei der EUROgenetik im Einsatz. Während WICKLOW PP* (V: Waalkes P*S) und HALOX (V: Hamlet) in Hohenzell untergebracht sind, wechselte WHISTLER (V: Wintertraum) zur RBW nach Baden-Württemberg. Derzeit sind weitere interessante Kandidaten in Aufzucht, so dass man davon ausgehen kann, dass man auch in Zukunft von Erfolgen dieses jungen Zuchtbetriebes hören wird.

7. Platz: Familie Schweighofer, Pöllau, RSTM

 

Züchter des Jahres 2023, Platz 7: Familie Schweighofer, by_markus_lang_bichl_0170

Die Familie Corina und Hannes Schweighofer aus Pöllau in der Oststeiermark war in den Jahren 2017 und 2021 bereits Fleckviehzüchter des Jahres und wiederholt unter den Top 10 platziert. Bekannt ist der Betrieb auch wegen der großen Erfolge auf nationalen Schauen. Aus dem Z-Stamm konnte auf der Bundesschau in Maishofen der Bundessieg der Kuhfamilien und auf der Bundesschau in Rotholz der Bundessieg der Stiermütter eingefahren werden. Die Zuchtherde wird seit vielen Jahren intensiv züchterisch bearbeitet. Daraus resultieren viele hoch typisierte weibliche und männliche Kandidaten sowie ein hohes Zuchtwertniveau der 56-köpfigen Kuhherde. Ein wertvolles aktuelles Zuchtprodukt ist der Jungstier GS HALBZEIT Pp, ein HIROTO-Sohn aus der A-Linie. Er überzeugt als Vertreter der Hornlospopulation mit einer bemerkenswerten Eutervererbung. GS HALBZEIT Pp ist auch bei den bayerischen Partnerstationen im Besamungseinsatz.

8. Platz: Familie Schlagbauer, Pöllauberg, RSTM

 

Der Fleckviehzuchtbetrieb Ingrid und Martin Schlagbauer liegt in Pöllauberg, einer der landschaftlich schönsten Regionen der Steiermark. Dort bewirtschaftet die Familie Schlagbauer einen Zuchtbetrieb mit 120 Fleckviehkühen, die von zwei Robotern gemolken werden. Die Betriebsentwicklung der letzten Jahre ist bemerkenswert. Die große, leistungsstarke Herde wird intensiv züchterisch bearbeitet und stellt ein wertvolles genetisches Reservoir dar. Im Jahr 2019 ging mit HUTLAND Pp ein genetisch hornloser Jungstier an die Besamungsstation Greifenberg. Dieser GS HUT AB-Sohn ist mittlerweile ein hoch positiv geprüfter Hornlosvererber mit einer auffällig starken Eutervererbung. Im Jahr 2023 wurde GS HURANO Pp, ein ebenso natürlich hornloser HAMLET-Sohn, von der Genostar Rinderbesamung GmbH angekauft. GS HURANO wurde wegen seiner Stärken in wichtigen Eutermerkmalen sowie den Vorzügen in der Eutergesundheit stärker in der Gezielten Paarung genutzt.

9. Platz: Familie Wimmer, Haidershofen, NOEGEN

 

Züchter des Jahres 2023, Platz 9: Familie Wimmer

Der Zuchtbetrieb Wimmer aus Haidershofen im westlichen Niederösterreich ist kein unbekannter beim Wettbewerb „Züchter des Jahres“. Hervorzuheben ist der positiv geprüfte HUGOBOSS-Sohn GS HILLYBILL (MV: Mint), der leistungsstarke, mittelrahmige Kühe mit ausgezeichneten Eutern, bei top Eutergesundheit, liefert. Durch die gezielte Anwendung von Embryotransfer sowie die Typisierung der Herde und Einsatz der interessantesten Vererber wird kontinuierlich daran gearbeitet, die Qualität der Herde zu optimieren. Die 75-köpfige Kuhherde zeichnet sich durch herausragende Leistungs-, Fitness- und Exterieurmerkmale aus. Der Betrieb weist eine durchschnittliche Zellzahl von unter 85.000 auf und zeichnet sich durch eine außerordentlich gute Lebensleistung sowie eine kurze Zwischenkalbezeit bei den Kühen aus. So ist es nicht verwunderlich, dass der Betrieb als einziger in diesem Bewerb die Höchstpunkte im Fitnessbereich erzielt hat.

10. Platz: Familie Pfneisl, Lichtenegg, NOEGEN

 

Züchter des Jahres 2023, Platz 10: Familie Pfneisl

Der Betrieb der Familie Pfneisl aus Lichtenegg in der Buckligen Welt konnte sich durch langjährige konsequente Zuchtarbeit ebenfalls in die Top 10 der österreichischen Fleckviehzüchter kämpfen. Durch gezielten Einsatz von Embryotransfer sowie eine Herdentypisierung wird versucht, die Herde stets zu verbessern, und dies trägt nun ihre Früchte. Wesentliche Punkte brachten die Stiere GS WONDERFUL und GS HANSI, welche beide von der Genostar Rinderbesamung angekauft wurden. Dabei ist GS HANSI der bekanntere der beiden, denn er ist weit über die Landesgrenzen hin gefragt und zählt bei Genostar zu den meist nachgefragten Stieren für den Export. Die Herde mit 45 Kühen weist auch top Werte im Bereich der Lebensleistung sowie Eutergesundheit auf, dies rundet den Erfolg ab. Ziel für die Zukunft ist, das Hornlosgen in der Herde zu verankern, dabei aber das Exterieur nicht zu vernachlässigen.

Die Fleckviehzüchter des Jahres: