Der Ausbau der Nutztierhaltung in den entwickelten Ländern hat in anderen Teilen der Welt wie z. B. in Südamerika zu erheblichen Landnutzungsänderungen auf Kosten des Regenwaldes geführt. Foto: FIH aus Shutterstock

Bäuerliche Rinderzucht und Nutztierhaltung in der Diskussion – Lösungen sind möglich!

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An den folgenden Kernaussagen kommt man nicht vorbei: „Die Nutztierhaltung muss so transformiert werden, dass Nahrungskonkurrenz zum Menschen vermieden wird und unerwünschte Landnutzungsänderungen unterbleiben. Dabei muss das Tierwohl gewahrt und verbessert werden. In den pflanzlichen Ersatzprodukten wird keine Bedrohung, sondern eine sinnvolle Ergänzung für die menschliche Ernährung gesehen“. Prof. Götz fordert die Politik auf, die Rahmenbedingungen für diesen Transformationsprozess zu schaffen.

Tierwohl: Möglichkeiten der genetischen Verbesserung

Die öffentliche Tierwohl-Diskussion betrifft bisher meist besonders die Geflügel- und Schweinehaltung, macht aber auch vor der Rinderwirtschaft nicht halt. Dabei geht es allerdings häufig um Themen wie Tiertransporte oder Haltungsformen, die nicht unmittelbar mit der Zucht zu tun haben. Nichtsdestotrotz gibt es aber eine Reihe von Tierwohl-relevanten Themen, die unmittelbar von der Zucht beeinflusst werden können. In diesem Beitrag soll aufgezeigt werden, was die Zucht in Richtung Verbesserung des Tierwohls bisher beigetragen hat und an welchen weiteren Bereichen gearbeitet wird. Im Mittelpunkt steht dabei der umfangreiche Bereich der Zuchtwertschätzung (ZWS).
Familie Wagner, v. l. n. r.: Tochter Stefanie, Johann, Sohn Markus, Sonja, Töchter Melanie und Kathrin

Betriebsreportage Familie Wagner

Die Gemeinde Unzmarkt-Frauenburg im schönen Oberen Murtal liegt circa 30 km westlich vom weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Red Bull Ring in Spielberg bei Zeltweg. Ein bekannter und auf mehrere Standbeine ausgelegter Hof wird hier von Familie Wagner bewirtschaftet.
Familie Steiner (v. l. n. r): Karin u. Betriebsführer Martin und Kinder Stefan, Magdalena, Mathias – Johanna, Tobias, Andreas und Betriebsführer Hannes u. Bernadette

Betriebsreportage Milchhof Steiner

Der Familienbetrieb Milchhof Steiner aus Neusiedl bei Hernstein gilt als einer der Pioniere punkto Hornlos-Zucht in Niederösterreich. Die Brüder Martin und Hannes führen die Gesellschaft, welche circa 40 km vor den Toren Wiens im schönen Triestingtal liegt und durch kleinststrukturierte Flächen (ᴓ 1 ha je Feldstück) geprägt ist.
Die stolze Familie Lanner mit ihrer Ausnahmekuh ROLINA – aktuell 154.329 kg Milch Lebensleistung

Betriebsreportage Familie Lanner

8 Damen ≥ 800.000 kg Milch Lebensleistung - dieses Kunststück brachte der Familienbetrieb Lanner aus Aigelsbach, Gemeinde Hofstetten/Grünau, die im Pielachtal liegt, zusammen. Acht Fleckviehkühe erreichen gemeinsam eine Lebensleistung von über 800.000 kg Milch.
RAUTE, Hupsol x Romel, von Stefan Stadler, Virgen, Tirol, Foto privat

100.000-kg-Kühe August 2022

Schmökern Sie in unserer Bildergalerie der alten Damen und Sie werden staunen, mit welcher Fitness sich so manche noch präsentieren kann. So zum Beispiel RAUTE, eine HUPSOL-Tochter mit Muttersvater ROMEL von Stefan Stadler aus Virgen in Osttirol. Aus demselben Züchterstall stammte die bekannte REGIO-Tochter BRINDL, die 2013 bei der Bundesschau in Rotholz zum Champion der älteren Kühe gekürt wurde und es auf eine Lebensleistung von 126.000 kg Milch brachte.