Vollversammlung von Fleckvieh Austria 2024

„Feiertag für die österreichische Fleckviehzucht“

Die diesjährige Vollversammlung von Fleckvieh Austria war in Niederösterreich zu Gast und stand im Zeichen der Würdigung der Leistung österreichischer Züchterfamilien. Gleichzeitig konnten die Verantwortungsträger ein erfolgreiches Jahr Revue passieren lassen. Die wertschätzenden Worte und Gesten der Laudatoren zur Würdigung der Preisträger zum Züchter des Jahres sowie die Grußbotschaften aus Politik und Interessensvertretung gaben der Vollversammlung eine sehr persönliche Note und ließen die Veranstaltung zu einem Feiertag der österreichischen Fleckviehzucht werden.

Fleckvieh Austria – wer sind wir?

Ordentliche Mitglieder und damit die Basis von Fleckvieh Austria sind 11 Zuchtverbände in Österreich, die ein Herdebuch der Rasse Fleckvieh führen. In der Doppelnutzung produzieren 13.695 Zuchtherden mit 313.658 Herdebuchkühen. 12.020 Betriebe züchten in Österreich mit Fleckvieh als Hauptrasse. Bei der Nutzungsart Fleisch sind es 575 Betriebe mit 3.401 Herdebuchkühen.

Sebastian Auernig – oberster Vertreter der nationalen und internationalen Fleckviehzucht

Obmann Sebastian Auernig bot in seinem Bericht einen Überblick über Aktivitäten in der Vertretung von Fleckvieh Austria auf nationaler und internationaler Ebene. Als Präsident der Welt- und Europavereinigung der Fleckviehzüchter ist der Obmann von Fleckvieh Austria der internationale Dreh- und Angelpunkt in der Weiterentwicklung der Fleckviehzucht. Fleckvieh Austria unterstützt die internationalen Aktivitäten der Rinderzucht Austria und des Austrian Agricultural Clusters und versucht so die Marke „Fleckvieh aus Österreich“ erfolgreich zu positionieren. All diese Marketingmaßnahmen verfolgen das Ziel, die Nachfrage nach Fleckviehtieren aus Österreich zu befeuern und damit die Preisgestaltung für die österreichischen Zuchtbetriebe positiv zu gestalten. Beide Ziele können mit der Präsentation der Exportzahlen sowie der Preisentwicklung für Zuchtrinder als erreicht betrachtet werden. Fleckvieh aus Österreich ist gefragt – vielleicht gefragter denn je zuvor.

Der Vorstand von Fleckvieh Austria

Der Vorstand von Fleckvieh Austria

Obmann Sebastian Auernig

Obmann Sebastian Auernig

Fleckviehzüchter des Jahres – verdiente Würdigungen

Höhepunkt jeder Vollversammlung von Fleckvieh Austria ist die Ehrung der erfolgreichsten österreichischen Fleckviehzüchter. Beim Wettbewerb „Fleckviehzüchter des Jahres“ werden Betriebe ausgezeichnet, die die Zucht von überlegener Genetik mit bestem Management kombinieren können. Fleckviehzüchter des Jahres 2023 wurde die oberösterreichische Züchterfamilie Fürst aus Lasberg (RZO), der dieses Kunststück bereits zum vierten Mal gelang. Platz 2 ging an Familie Hörmandinger aus Peuerbach (FIH). Mit Platz 3 konnte sich Familie Schrems aus Mettmach (FIH) einen Platz am Podium sichern. Familie Stückler aus Prebl in Kärnten (caRi) auf Rang 4 und der Milchhof Steiner aus Hernstein in Niederösterreich komplettierten die Ehrung der Top 5. Matthias Wieneroither (RZO), Josef Miesenberger (FIH), Sebastian Auernig (caRi) und Friedrich Führer (GENOSTAR) würdigten in ihren Laudationen die Leistungen der ausgezeichneten Zuchtstätten und strichen deren betriebliche Besonderheiten heraus.

Platz 1 - Familie Fürst aus Lasberg

Platz 1 – Familie Fürst aus Lasberg

Platz 2 - Familie Hörmandinger aus Peuerbach

Platz 2 – Familie Hörmandinger aus Peuerbach

Platz 3 - Familie Schrems aus Mettmach

Platz 3 – Familie Schrems aus Mettmach

Platz 4 - Familie Stückler aus Prebl

Platz 4 – Familie Stückler aus Prebl

Platz 5 – Familien Steiner vom Milchhof Steiner in Hernstein

Platz 5 – Familien Steiner vom Milchhof Steiner in Hernstein

Grußbotschaften

In den Grußbotschaften würdigten NÖ-Genetik Obmann Hannes Steiner und die Vizepräsidentin der LK NÖ Andrea Wagner die Leistungen von Fleckvieh Austria sowie die der geehrten Züchterfamilien. Für die Rinderzucht Austria beleuchtete Sebastian Auernig die aktuelle gesellschaftliche Diskussion rund um den Zuchtrinderexport und die mediale Aufbereitung des Themas. Der Präsident des österreichischen Bauernbundes Georg Strasser strich in seinen Ausführungen die Bedeutung von Werten wie der Kraft des Arguments und dem Wert des Handschlags hervor. Trotz dem tiefbäuerlich verwurzelten Streben nach Eigenständigkeit ist der Sinn für Gemeinsames in der Gesellschaft mit der Kommunikation zwischen Produzent und Konsument wichtiger denn je.

Zu Besuch bei GENOSTAR

Im Anschluss an die Vollversammlung lud die GENOSTAR Rinderbesamung GmbH zu einem Besuch der neuen Stall- und Samenproduktionsanlage am Standort Kagelsberg ein. In der beeindruckenden neuen Anlage wurde den Besuchern der Vollversammlung eine exklusive Stierpräsentation geboten, die von Dr. Führer fachlich pointiert kommentiert wurde. Im Anschluss würdigte Fleckvieh Austria in Person von Obmann Sebastian Auernig Dr. Fritz Führer anlässlich seines bevorstehenden Ruhestands für sein umfangreiches Schaffen und seine Verdienste zur kontinuierlichen Verbesserung und weltweiten Verbreitung von Fleckvieh Genetik aus Österreich.

Präsident Georg Strasser

Präsident Georg Strasser

Würdigung für Dr. Friedrich Führer

Würdigung für Dr. Friedrich Führer

Abschließend ergeht der Dank von Fleckvieh Austria an unseren Mitgliedsverband NÖ-Genetik für die Möglichkeit, die diesjährige Vollversammlung in Niederösterreich ausrichten zu können. Ebenso sei dem Team der GENOSTAR Rinderbesamung GmbH unser Dank und Respekt für die Neuerrichtung der Produktionsanlage am Kagelsberg sowie für die Präsentation der Stiere ausgesprochen.

Autor: Ing. Reinhard Pfleger, Fleckvieh Austria

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