Stmk. und NÖ gründen Besamungsunternehmen

Das neue Unternehmen GENOSTAR Rinderbesamung GmbH mit Sitz in Wieselburg und Produktionsstätten in Wieselburg und Gleisdorf ist somit das größte Besamungsunternehmen Österreichs. Jährlich werden 100 Jungstiere, davon über 80 Prüfstiere der Rasse Fleckvieh, 14 der Rasse Braunvieh sowie von Holstein und Fleischrassen angekauft und einem Testprogramm unterzogen. Der NÖ Genetik Rinderzuchtverband und die Rinderzucht Steiermark, Zuchtorganisationen mit einem besonders schlagkräftigen Zuchtprogramm, bilden die züchterische Säule des neuen Besamungsunternehmens. Zusammen mit den Eigentümern LK NÖ und LK Steiermark besteht die Garantie, dass auch in absehbarer Zukunft der sensible Bereich Zucht und Genetik in bäuerlicher Hand bleibt. Für die Rinderhalter in Niederösterreich und der Steiermark bringt diese Organisation ein breites Angebot bester Genetik aus den eigenen Zuchtprogrammen, weiters kann kostengünstig das internationale Angebot genützt werden. Über den zurzeit florierenden Export von Sperma bestehen gute Verdienstmöglichkeiten für die österreichische Rinderzucht. Die Voraussetzungen für dieses bundesländerübergreifende Unternehmen waren die Zusammenschlüsse über Rassengrenzen hinweg der einzelnen Zuchtverbände in den beiden Bundesländern. Mit dem Aufbau der Zuchtverbände Rinderzucht Steiermark und NÖ Genetik wurden von der Seite der bäuerlichen Genossenschaften die Voraussetzungen geschaffen, größere österreichweite Zusammenschlüsse zu bilden.

Eigentümer des neuen Unternehmens sind der NÖ Genetik Rinderzuchtverband, die Rinderzucht Steiermark sowie die Landwirtschaftskammern von Niederösterreich und der Steiermark mit Anteilen von jeweils 25 %. Als Geschäftsführer wurden Dr. Friedrich Führer und DI Peter Stückler eingesetzt. Der Partner im Export von Rindersamen und Embryonen ist die Genetic Austria GmbH. undnbsp;

Das Unternehmen beschäftigt 34 Mitarbeiter an zwei Standorten und führt jährlich 500.000 Besamungen in den Bundesländern Niederösterreich und Steiermark durch. Etwa 300.000 Portionen Samen werden in andere Bundesländer oder in den Export außerhalb Österreichs abgesetzt. Beide Bundesländer haben in der Rinderzucht in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt, sowohl was die Anzahl der Herdebuchkühe als auch was den Leistungsfortschritt betrifft. Insgesamt stehen in beiden Bundesländern 106.000 Fleckviehkühe und 15.500 Braunviehkühe unter Leistungskontrolle. Weiters gewinnt die Fleischrassenrinderzucht in der Mutterkuhhaltung wesentlich an Bedeutung.

GENOSTAR wird auch in Zukunft starke Investitionen in Genetik, qualifiziertes Personal und Infrastruktur tätigen, um die eigenständige Qualitätssicherung weiter auszubauen.

Autoren: Dr. Friedrich Führer, DI Peter Stückler

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